2 nov. 2015

Venezuela im UN-Menschenrechtsrat: Absurdität der UNO kennt keine Grenzen

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Danny Danon ist Israels Botschafter bei den Vereinten Nationen (Foto: Screenshot YouTube) 

Latinapress.com.- Die Vollversammlung der Vereinten Nationen hat das südamerikanische Land Venezuela im November 2012 in das 47 Mitglieder zählende Genfer Gremium gewählt. Dabei stieß der Beitritt Venezuelas bei Menschenrechtsorganisationen wie Human Rights Watch, Amnesty International oder Freedom House auf völlige Ablehnung und Unverständnis. Am Mittwoch (28.) wurde der Sitz von Venezuela im Menschenrechtsrat ratifiziert, bereits im Vorfeld hatten 36 Internationale Nichtregierungsorganisationen die Menschenrechtssituation im links regierten Land scharf kritisiert und vehement gefordert, dass das Land seinen Sitz im Menschenrechtsrat verlieren soll.
„Venezuela befindet sich auf dem Weg in die Konsolidierung eines nicht-demokratischen Systems und die Regierung verfolgt eine Politik der systematischen Menschenrechtsverletzungen am eigenen Volk. Dazu gehörte das Erlassen von Gesetzen, die politische Repression legalisieren und ein Klima der Straflosigkeit schaffen, welches dazu führt, dass die Verbrechen des Staates nicht belangt werden“ (Jacqueline Sandoval de Guevara, Exekutivdirektorin der venezolanischen Menschenrechtsorganisation „Fundación para el Debido Proceso“ (FUNDEPRO).
Israels Botschafter bei den Vereinten Nationen hat die Länder, die Venezuela für eine weitere Periode die Mitgliedschaft sicherten, scharf kritisiert. „Die Absurdität der UNO kennt keine Grenzen“, so Danny Danon. „Wenn ein Land wie Venezuela, das die eigene Bevölkerung unterdrückt, jede Freiheit der Presse verbietet und die Mitglieder der Opposition ins Gefängnis wirft weiterhin ein Mitglied des Menschenrechtsrates sein kann, dann ist es nicht überraschend, dass dieser Rat Israel mehr als jedes andere Land der Welt verurteilt“, fügte Danon hinzu.